Spiel- und Raststation "Am Wasserhaus" - Details
Bereich keltischer Neugeborenwald
Quelle: Grafik: Dostal
(Bereiche sind auf dem Plan mit Zahlen markiert)
Auswahl der sieben Baumarten
Wieso Sieben?
In der überkommenen christlichen Zahlensymbolik des Mittelalters steht die Drei für die nach dem Bild des dreifaltigen Gottes geschaffene Seele und alle geistigen Dinge.
Die Vier ist die Zahl der Elemente und steht damit symbolisch für die materiellen Dinge, die nach antiker Anschauung alle aus der Kombination der vier Elemente hervorgehen.
Die Sieben ist also die Addition von drei und vier, von Geistseele und Körper.Die Sieben steht somit für die Einheit von Körper und Geist, das Menschliche.
Erle – Lösung, Freiheit, Mut, Entwicklung, bringt ins Gleichgewicht

Die Erle zählt zu den heiligen Bäumen der Kelten und sie glaubten, dass das Fällen einer Erle Unheil bringt. Die Erle steht für Loslösung, sie wirkt befreiend, dazu bedarf es Mut. Die Erle unterstützt diese Entwicklung.
Die Weide steht in enger Verbindung mit dem Wasser und dem Mond. Die Weide ist ein mystischer Baum des Zaubers und der Magie. Sie symbolisiert Fruchtbarkeit und schenkt Inspiration. Die Weide steht auch für Ausgeglichenheit und innere Ruhe, sie schenkt Trost und lässt wieder Freude Aufkommen, seelische Verletzungen finden Heilung. Man glaubte, dass die Weide den Menschen sogar Krankheiten abnehmen kann.
Eiche – Ewigkeit, Wahrheit, Ruhe und Frieden, Kraft und Stärke
Die mächtige Eiche gilt als der König des Waldes, es heißt auch, dass das Eichenholz Glück schenkt. Die Eiche symbolisiert Weisheit und Wahrheit und es heißt, dass man eine Eiche umarmen soll, wenn man eine Antwort auf eine Frage sucht. In einem Traum wird man dann die Antwort erhalten. Sie symbolisiert Kraft, Stärke und Durchhaltevermögen sowie Gerechtigkeit. Die Eiche war bei den Kelten und Germanen ein heiliger Baum.
Apfelbaum – Weisheit und Unsterblichkeit
Der Apfelbaum hatte bei den Kelten eine große mystische Bedeutung: Er galt als Baum der Unsterblichkeit und das geheimnisvolle Avalon wurde nach ihm benannt. Auch in vielen anderen Kulturen war der Apfelbaum heilig. Er schenkt Weisheit und hilft uns, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Der Apfelbaum gilt auch als der Baum der Sinnlichkeit und der Liebe.
Kirschbaum – Unschuld, Anmut, Reinheit
Der Kirschbaum wird seit alters her als ein Baum der Feen und Elfen beschrieben. Es heißt, man kann sie im Mondschein um die Bäume tanzen sehen. Er steht im Zeichen des Mondes und wird auch häufig als ‚Mondbaum’ bezeichnet. Die Kirsche wurde schon in der Antike, bei den Römern, bei den Germanen und in Asien hoch geschätzt. Sie steht für Vergänglichkeit, Wiedergeburt, Reinheit und Unschuld, sie ist der Baum der Weiblichkeit. Nach altem Brauch soll man am 4. Dezember, dem sog. Barbaratag, einen Kirschzweig abschneiden und in eine Vase stellen. Zeigen sich an Weihnachten Blüten, so bedeutet dies Glück und Segen für das neue Jahr.
Weißdorn/Rotdorn – Freude, Fruchtbarkeit, Schutz, Unsterblichkeit
Der Weißdorn wird manchmal auch ‚Hexenbaum’ genannt, da sich angeblich Hexen gerne unter ihm sammeln, um zu Feiern und zu Tanzen. Aber er gilt auch als Baum der Feen. Der Rotdorn steht für Fruchtbarkeit und laut altem Glauben wird der Kinderwunsch erfüllt, wenn man einen Weißdornzweig in Händen hält und dabei die keltische Göttin des Lichts Áine anruft. Der Weißdorn schenkt Freude und vertreibt Trübsinn, bei den Kelten durfte der Weißdorn als heiliger Baum nicht gefällt werden. Er soll Zauber abwehren und eine reinigende Wirkung besitzen.
Eberesche – Heilung, Baum des Lebens, Schutz, Wachstum, Lebensfreude
Die Esche ist der heilige Baum der Druiden, sie symbolisiert Heilung und Visionen. Die Eberesche war bei den Kelten häufig als Schutzbaum an magischen Orten zu finden und galt als Lebensbaum. Auch bei den Germanen war die Eberesche heilig und dem Gott Thor geweiht. Sie symbolisiert Wachstum.
(A) Platzfläche mit wassergebundener Oberfläche mit Kneipparmbecken, Sitzmöglichkeiten, kleiner Mauer aus Natursteinen, Findlingen und Treppenanlagen
(B) Wasserspielplatz mit Matschanlage
Kaskaden ziehen sich den Hang hinauf, oben eine Schwengelpumpe die per Hand bedient werden muss, großzügige Wasser- und Kletteranlage am Hang
(C) Wiesenfläche als Rast-, Liege und Tobefläche
(D) Schiff der Morschheimer Selzpiraten
aus Holz mit Kletter-, Versteckmöglichkeiten und Mastkorb
Wie die Selzpiraten nach Morschheim kamen? (Quelle: Claus Hoffmann)
Es geschah zu vergangener Zeit, dass es so lange geregnet hatte, dass die Flüsse sich füllten und füllten und schließlich über die Ufer traten. Für die Piraten der Sieben Weltmeere bot sich dadurch die einmalige Gelegenheit, auch mal in Gegenden zu rauben, wo sie sonst mit ihrem Schiff niemals hinkommen könnten. So segelten sie von den Sieben Weltmeeren über den Rhein und die Selz (weil die Selz nämlich in den Rhein fließt), bis sie schließlich bis nach Morschheim kamen. Hier feierten sie am Wasserhaus ein großes Fest, und weil sie am nächsten Morgen ihren Rausch ausschlafen mussten, merkten sie nicht, dass sich das Hochwasser wieder in die Sieben Weltmeere zurückgezogen hatte. Ihr Piratenschiff lag jetzt auf dem Trockenen und da liegt es auch heute noch.Und was aus den Piraten geworden ist, weiß heute auch keiner mehr so genau....
(E) Fläche für Seilbahn oder anderes Spielgerät/andere Spielgeräte, die viel Raum einnehmen und für Kinder ab 12 Jahre und älter geeignet sind
(F) Baumriesen als Torwächter des Irrgartens des Lebens
Bei den Kelten waren 4 Bäume von ganz besonderer Bedeutung, sie standen für den Beginn der vier Jahreszeiten
- Die starke Eiche markiert am 21. März den Frühlingsbeginn.
- Die helle Birke am 24. Juni den Sommer.
- Der dauerhafte Ölbaum am 23. September den Herbst
- Die standhafte Buche am 22. Dezember den Beginn des Winters.
(G) Irrgarten des Lebens
Es symbolisiert den Lebensweg mit allen Irrungen und Wirrungen Labyrinthe galten schon seit der Steinzeit (vielleicht auch schon vorher) in allen alten, uns bekannten Kulturen als „Meditationswege“. Sie sollten den oft beschwerlichen Weg des Lebens bis zum "Allerheiligsten", der eigenen Lebensmitte, aufzeigen.
Das Baumhaus inmitten des Irrgartens
Hier kann man sich einen Überblick verschaffen, Ruhe finden, Nachdenken oder einfach nur die Seele baumeln lassen.
Der Irrgarten besteht aus den beiden Gehölzarten
Haselnuss – Baum der Wünsche und Fruchtbarkeit
Er ist der Baum der unsere Herzenswünsche erfüllt und die Meditation unterstützt. Haselnusszweige werden auch als Wünschelruten verwendet, mit denen man geheime Schätze erspüren kann (z. B. Wasser) Sie trägt männliche und weibliche Blütenstände auf derselben Pflanze.
Hainbuche – Baum der Aufrichtigkeit und Lebenskraft
Die Hainbuche steht für Toleranz und Zuverlässigkeit, Konsequent, Fleiß und ihre immer stetig vorhandene Energie.
(H) Abenteuer und Naturbereich
Feuerkreis und Rückhaltemulde mit Erdhügeln und Hängebrücke
